Nächster Termin: Saubere Landschaft

Weltweit werden der Wirtschaftsorganisation OECD zufolge jährlich über 460 Millionen Tonnen Plastik pro Jahr produziert - mehr als das Gewicht aller Menschen auf der Welt zusammen. Nur neun Prozent dieser Menge werden recycelt, etwa ein Drittel ist Einwegwegplastik. Kunstoffe sind zudem für 3,4 Prozent der globalen Kohlenstoffemissionen verantwortlich, bis 2040 könnten es 15 Prozent sein. Nach Schätzungen landet etwa ein Drittel des als Plastikabfall anfallenden Kunststoffs später im Boden oder in den Gewässern. Meist zerfällt der Müll in Partikel, die kleiner als 5mm sind und damit als Mikroplastik gelten. Zerfallen diese Stücke weiter und es entstehen Bruchteile die kleiner sind als 0,1µm, so spricht man von Nanopartikeln.

Nach Expertenschätzung befindet sich in unseren Böden zwischen 4 und 23-mal mehr Mikroplastik als im Meer. Dennoch spielt das Wasser für die Verbreitung von Mikroplastik eine wichtige Rolle. So werden u.a. Plastikpartikel aus synthetischen Kleidungsstücken ausgewaschen und landen im Klärschlamm. In Deutschland wird dieser zwar größtenteils verbrannt. In anderen Ländern, von denen wir ggf. unsere Lebensmittel beziehen, wird dieser noch als Dünger auf die Felder ausgebracht.

Bis zu 900 Kunststoffpartikel fanden die Forscher dabei in einem Kilogramm Kompost. Pro Hektar Ackerfläche wurde dabei eine Belastung von 150.000 Mikroplastikteilchen errechnet.

Noch ist wenig darüber bekannt, wie feinste Polymerpartikel mit Landpflanzen interagieren. Allerdings haben Studien kürzlich gezeigt, dass Weizen Mikroplastik aufnehmen kann, womit das Plastik in der Nahrungskette angekommen ist. In einem weiteren Forschungsprojekt konnte gezeigt werden, dass auch Bäume in der Lage sind Mikroplastik aufzunehmen.

Über die Nahrungskette kommt der Müll auch im menschlichen Körper an. Die gesundheitlichen Auswirkungen sind noch recht wenig bekannt, denn Menschen nehmen täglich Mikro- und Nanoplastik auf. Plastik wurde unter anderem im Blut, im Darm und in der Muttermilch nachgewiesen. Ein weiteres Problem sind die Zusatzstoffe. Es geht um mehr als 10.000 Chemikalien, von denen laut UNEP mindestens 3200 gesundheitsschädliche Eigenschaften haben.

In Zeiten der Pandemie war ein Mund-Nasenschutz Pflicht. Oft landeten diese Maske achtlos in der Umwelt. Sei es aus Versehen oder absichtlich. Offenbar dachten viele Menschen, die Masken seien aus Papier und würden schnell verrotten. Das stimmt so leider nicht. Die typischen medizinischen Einwegmasken bestehen zu 70% aus Kunststoff, unter anderem aus Polyester und Polypropylen. Eine Schätzung von Greenpeace geht davon aus, dass es bis zu 450 Jahre dauert, bis sich eine weggeworfene Einweg-Maske zersetzt hat. 

Wir wollen etwas dagegen tun. Unterstützen Sie uns daher dabei, Mering von den Plastikabfällen zu befreien und die Böden nicht noch mehr zu belasten um auch in Zukunft die Früchte des Ackers und unseres Gartens genießen zu können.

Treffpunkt um 8:30Uhr - dann Verteilung von Warnwesten und Aufteilung auf die Wagen.

Für die fleißigen Helfer gibt es an der Hütte zum Abschluss eine Stärkung und die Kinder bekommen eine kleine Belohnung.

Alle die am Bauhof gesammelten Abfall abgeben gibt es ein kleines Dankeschön für den Garten. Abgabe am Bauhof zwischen 11:00 und 12:00 Uhr.

Quellen:

MIT Technology Review 2/2024

Mikroplastik im Boden

Corona Einweg Maske entsorgen

VDI nachrichten, Nr. 4, 25. Februar 2022

Wale schlicken bis zu 43kg Microplastik